> allgemeines > wir über uns > Presseinformationen

    Presseinformationen
   
40 Jahre Otto Rohse Presse (14.02.2003)
Vortrag über digitale Bibliotheken - auf Platt! (15.10.2002)
Buchkultur - Boekcultuur (05.08.2002)
Columbus, Cook & Co. (05.08.2002)
Philipp Melanchthon - Briefe für Europa (14.02.2002)
 Presseinformationen 2001
 




    Ausstellung “40 Jahre Otto Rohse Presse”  
   

Vom 14. Februar bis zum 14. April 2003 ist in der Emder Johannes a Lasco Bibliothek die Ausstellung “40 Jahre Otto Rohse Presse” zu sehen.

Otto Rohse, 1925 in Insterburg/Ostpreussen geboren, gilt als einer der profiliertesten Typo-graphen und Buchkünstler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 2002 hat er den Gutenberg-Preis der Stadt Mainz entgegengenommen, der renommiertesten Auszeichnung
für Buchkunst im deutschsprachigen Raum.


Nach ersten frühen Arbeiten für den Industriellen August Oetker hat Otto Rohse 1967 die offizielle Kataloggrafik entworfen, mit der die junge Bundesrepublik sich auf der Expo'67 in Montreal als modernes demokratisches Staatswesen präsentierte: L'Allemange aujourd'hui. Zeitgleich erschien in Deutschland über mehrere Jahre eine Gebrauchsgrafik von Rohse, die allergrößte Verbreitung und Bekanntheit gefunden hat: die große Briefmarkendauerserie Deutsche Bauten aus 12 Jahrhunderten mit 15 Werten von 5 Pfennig bis 2 DM. Diese Dauerserie dokumentiert den extrem gestiegenen Bedarf an postalischen Wertzeichen in der prosperieren-den jungen Republik, wobei mit den Städtebildern aus Königsberg, Stettin und Löwenberg/ Schlesien einerseits und Dresden, Neubrandenburg und Wittenberg andererseits Position und Anspruch der damaligen Osteuropa- und Deutschlandpolitik gerade als Massengrafik gestei-gerten Ausdruck und Verbreitung gefunden hat. Mit dem offiziellen Montreal-Katalog zur Expo'67 und der Briefmarkendauerserie hat die Selbstdarstellung der Bundesrepublik nach außen wie innen ihre grafische Umsetzung durch Otto Rohse erfahren.

Seine größte künstlerische Wirksamkeit hat Rose jedoch als Typograph und Illustrator moderner Pressendrucke entfaltet. Nach frühen Holzstichen (z.B. zu Böll "Das Brot der frühen Jahre", für die Büchergilde Gutenberg 1959) begründete Rohse 1962 eine eigene Presse: die Otto Rohse Presse in Hamburg. Griechische Lyrik, Andreas Gryphius, Goethe und Kleist, Lasker-Schüler und Benn, Ansichten von Venedig, toskanische Blumen, deutsche Städtebilde/und Landschaften und seit 1969 Sigill, Blätter für Buch und Kunst, erschienen in der Otto Rohse Presse, zweifellos eine der bedeutendsten deutschen Pressen in der zweiten Hälfte des 20. Jhs.


   
    · 18.2.2003 / Fas ·    


 
    Vortrag über digitale Bibliotheken - auf Platt!  
   

Im Rahmen der Aktionswoche "Plattdütsk bi d' Arbeid" findet am Dienstag, dem 15.10.02, um 19.30 Uhr in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden folgender Vortrag statt:

Gerold Hinrichs:
Digitale Bibliotheken - een Mögelkkeit, wu sük heel völ Minschen irgendwo up de Eer Böker ankieken un viellicht ok lesen könnt, de heel selten of heel old of all heel teddern sünd

Für Gerold Hinrichs, Leiter der Abteilung ITK-Systeme der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, sind die Arbeit mit modernster Kommunikationstechnologie und die Verständigung darüber in der ostfriesischen Muttersprache kein Problem. In seinem Vortrag erläutert Hinrichs auf Platt den Aufbau und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten digitaler Bibliotheken. Ein Beispiel ist die digitale Bibliothek von Albert Hardenberg, ein gemeinsames Projekt mit der Johannes a Lasco Bibliothek. Doch Hinrichs setzt keine Fachkenntnisse voraus, sondern nimmt das Publikum mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt alter und kostbarer Bücher, die bis vor kurzem nur wenigen Experten zugänglich waren und heute über das Internet allen Interessierten offen stehen. Über Beamer und Rechner werden zahlreiche seltene und schöne Bücher gezeigt: Bücher aus diversen Ländern Europas und aus einem Zeitraum, der vor dem Jahr 1000 beginnt und mit 1600 enden soll.


Bitte kündigen Sie die Veranstaltung in Ihrem Organ an.
Darüber hinaus würden wir uns freuen, wenn Sie an dem Vortrag teilnehmen und darüber berichten könnten.

 

   
    · 14.10.2002 / fas ·    


 
    Buchkultur - Boekcultuur  
   

Bucheinbände des 15. und 16. Jahrhunderts in Groningen und Ostfriesland

Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
26. September - 10. November 2002

Mitte des 16. Jahrhunderts kaufte der Abt des Benediktinerklosters Rottum für 13 Emder Gulden eine fünfbändige Bibel von dem Buchhändler und Buchbinder Florentius aus Groningen. Erstaunlicherweise handelte es sich dabei um die kommentierte Ausgabe von Konrad Pellikan - ein Buch, das auf dem Index der verbotenen Bücher der katholischen Kirche stand! Waren die Mönche in den Groninger Ommelanden in dieser Umbruchszeit etwa auch nicht mehr „rechtgläubig“? Einträge in Büchern geben Auskunft über Besitzer und Benutzer, über Hersteller und Händler; aber auch die Einbände selbst sprechen manchmal eine deutliche Sprache: Johannes Hus, Martin Luther, Johannes Calvin oder Philipp Melanchthon werden in das Leder geprägt und signalisieren eine protestantische Parteinahme.

Die gemeinsame Ausstellung der Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Große Kirche Emden und der Universiteitsbibliotheek Groningen führt die Besucher mitten hinein in die Buchkultur der Reformationszeit. Über 70 Bucheinbände des 15. und 16. Jahrhunderts, dazu zeitgenössische Münzen, aber auch Werkzeug vermitteln ein lebendiges Bild von der Kunstfertigkeit der Buchbinder im Raum Groningens und Ostfrieslands und beleuchten gleichzeitig den historischen Kontext, in dem diese Bücher entstanden.

Die Ausstellung und die sie begleitende Publikation bilden ein Resumée langjähriger Studien von Dr. Jos. M. M. Hermans, Professor für Handschriftenkunde und Buchwissenschaft an der Rijksuniversiteit te Groningen. Ihm geht es nicht allein um eine ästhetische Würdigung der Buchbinderkunst und um neue Lokalisierungen, Zuschreibungen oder Gruppenbildungen, sondern auch darum, Methoden der Einbandforschung aufzuzeigen, die die Buchkultur des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit in der deutsch-niederländischen Grenzregion und die Personen, die mit ihr verbunden waren, lebendig machen.
Die Ausstellung wird im September und Oktober 2003 voraussichtlich auch im Universitätsmuseum in Groningen zu sehen sein.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 26. September 2002, um 19.30 Uhr statt. Professor Dr. Jos. M. M. Hermans führt selbst in die Ausstellung ein.

Die Ausstellung wird unterstützt von der Gesellschaft der Freunde der Johannes a Lasco Bibliothek, der Vereniging van Vrienden van de Universiteitsbibliotheek te Groningen, der Sparkasse Emden, der VGH und der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse.


Öffnungszeiten
Di -Fr 11 -18 Uhr,
Sa 11 -13.30 Uhr und 14.30 -17 Uhr,
So 14.30 -17 Uhr
Bitte beachten: Bei Veranstaltungen können die Öffnungszeiten eingeschränkt sein.

Bestellungen für das Begleitheft (ca. € 6.- + Porto) unter lasco@jalb.de
Gruppenführungen nach telefonischer Voranmeldung +49 (0)4921/9150-0

 

   
    · 14.10.2002 / fas ·    

    Columbus, Cook & Co.  
   
 

Nautische Instrumente, Seekarten und Reisebeschreibungen aus fünf Jahrhunderten

Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
8.August - 22. September 2002

Wie fand Columbus nach der Entdeckung Amerikas den Rückweg nach Spanien? Welche Karten kannte Magellan vor seiner Weltumsegelung? Wie navigierten die Schiffe der Ostindischen Handelskompanien? Mit welchen Instrumenten konnte Cook die geographische Lage von Tahiti ermitteln? Wie gelang Amundsen die Durchquerung der Nordwestpassage?

Die Geschichte der großen Entdeckungen ist zugleich eine Geschichte der Seefahrt. Seit dem 15. Jahrhundert erlebte die Kunst der Navigation einen enormen Aufschwung. Zahlreiche nautische Instrumente wurden erfunden oder verbessert. Die Entdeckungen des 16. Jahrhunderts ließen ein neues Weltbild entstehen, das sich auf Land- und Seekarten niederschlug. Mit neuen astronomischen Tabellen, genaueren Karten und Instrumenten ausgestattet, kontrollierten die Schiffe der großen Handelskompanien im 17. Jahrhundert die Seewege nach Ostasien. Expeditionen wurden im 18. und 19. Jahrhundert in die Südsee und die Polarmeere entsandt, um die letzten weißen Flecken auf der Weltkarte zu tilgen.

Die Ausstellung "Columbus, Cook & Co." beleuchtet diese Zusammenhänge zwischen der Entdeckung und Erforschung unseres Globus und der Erkundung der Weltmeere. Gezeigt werden über einhundert Exponate, darunter allein 47 historische nautische Instrumente und zahlreiche Seekarten aus Privatbesitz. Alte Seehandbücher, Atlanten und Reisebeschreibungen aus den Sammlungen der Johannes a Lasco Bibliothek machen die Besucher mit den Fahrten berühmter Entdecker, aber auch einfacher Seeleute bekannt. Informationstafeln erläutern anschaulich die Orientierung auf See in früheren Zeiten und führen in die geschichtlichen Hintergründe ein. Ein reich bebilderter Katalog (15 €) lädt zur vertiefenden Lektüre ein, und auch für die Unterhaltung der kleinen Besucher ist gesorgt.


Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 8. August 2002, um 19.30 Uhr durch Dr. Pieter van der Krogt, Utrecht, eröffnet

Öffnungszeiten
Di - Fr 11 - 18 Uhr, Sa 11 - 13.30 Uhr und 14.30 - 17 Uhr, So 14.30 - 17 Uhr
Montag sowie am 12./13.9. und 19./20.9. geschlossen.

Gruppenführungen nach telefonischer Voranmeldung +49 (0)4921/9150-0

» Einladung
» Katalog

 

   
    · 08.08..2002 / imm ·    


 
    Philipp Melanchthon - Briefe für Europa  
   

Ausstellung 14.2. - 1.4.2002
in der Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Emden

Mehr als 9500 Briefe entstammen der Feder Philipp Melanchthons. Mit seinen Briefen, seinen Schriften, privaten Kontakten und durch seine Schüler bemühte sich der große Humanist und Reformator in ganz Europa um Veränderungen in Kirche, Schule und Gesellschaft. Viele seiner Reformen - vor allem im Bildungsbereich - sind noch heute erkennbar. Europa hat ein gemeinsames Erbe, das in Philipp Melanchthon wiederentdeckt werden kann.

1530 verfaßte Philipp Melanchthon die "Confessio Augustana", die bis heute wirksame Bekenntnisschrift, in der er die Grundsätze des evangelischen Glaubens formulierte. Der enge Freund Martin Luthers bemühte sich um die Verständigung zwischen den sich herausbildenden protestantischen Konfessionen und suchte den Bruch mit der römischen Kirche zu vermeiden. So wird Melanchthon heute auch als ein Vater der ökumenischen Bewegung verstanden.

Die Internationale Wanderausstellung "Philipp Melanchthon - Briefe für Europa" lädt die Besucher ein, den Humanisten und Reformator auf eine etwas andere Art zu entdecken. Im Mittelpunkt jeder Station steht ein überdimensionaler Nachbau eines Melanchthonbriefes. Mit jeder Station öffnet er sich ein Stück weiter und zeigt einen neuen Wirkungsbereich Melanchthons, jeweils am Beispiel eines europäischen Landes. Filmclips, Kostümfiguren und Hörbeispiele ergänzen die abwechslungsreiche Schau.

Das Melanchthonhaus Bretten erarbeitete diese Ausstellung 1997 zum 500. Geburtstag Philipp Melanchthons mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg. Sie wurde seitdem an zahlreichen Orten in Europa gezeigt. In Ostfriesland laden die Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Emden und die Evangelisch-reformierte Kirche gemeinsam zur Begegnung mit Philipp Melanchthon und seinem europäischen Erbe ein.


Zur Ausstellung ist ein Katalog zum Preis von € 10.- erschienen.

Öffnungszeiten
Di - Fr 11 - 18 Uhr, Sa 11 - 13.30 Uhr und 14.30 - 17 Uhr, So und Feiertag 14.30 - 17 Uhr
Montag sowie am 21., 27. und 29. März geschlossen.

Gruppenführungen nach telefonischer Voranmeldung 0049 (0)4921/9150-0

Adresse
Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Große Kirche Emden
Kirchstr. 22, 26721 Emden
Tel. 0049 (0)4921/9150-0, Fax 0049 (0)4921/9150-50
Email lasco@jalb.de, Internet http://www.jalb.de

>> mehr

 

   
    · 13.02.2002 / fas ·    

 


· webmaster · © 2001 Johannes a Lasco Bibliothek Emden ·