| |
|
Ausstellung “40 Jahre Otto Rohse Presse” |
 |
|
 |
| |
|
Vom 14. Februar bis zum 14. April 2003 ist in der Emder Johannes
a Lasco Bibliothek die Ausstellung “40 Jahre Otto Rohse Presse”
zu sehen.
Otto Rohse, 1925 in Insterburg/Ostpreussen geboren, gilt als einer
der profiliertesten Typo-graphen und Buchkünstler in der zweiten
Hälfte des 20. Jahrhunderts. 2002 hat er den Gutenberg-Preis
der Stadt Mainz entgegengenommen, der renommiertesten Auszeichnung
für Buchkunst im deutschsprachigen Raum.
Nach ersten frühen Arbeiten für den Industriellen August
Oetker hat Otto Rohse 1967 die offizielle Kataloggrafik entworfen,
mit der die junge Bundesrepublik sich auf der Expo'67 in Montreal
als modernes demokratisches Staatswesen präsentierte: L'Allemange
aujourd'hui. Zeitgleich erschien in Deutschland über mehrere
Jahre eine Gebrauchsgrafik von Rohse, die allergrößte
Verbreitung und Bekanntheit gefunden hat: die große Briefmarkendauerserie
Deutsche Bauten aus 12 Jahrhunderten mit 15 Werten von 5 Pfennig
bis 2 DM. Diese Dauerserie dokumentiert den extrem gestiegenen Bedarf
an postalischen Wertzeichen in der prosperieren-den jungen Republik,
wobei mit den Städtebildern aus Königsberg, Stettin und
Löwenberg/ Schlesien einerseits und Dresden, Neubrandenburg
und Wittenberg andererseits Position und Anspruch der damaligen
Osteuropa- und Deutschlandpolitik gerade als Massengrafik gestei-gerten
Ausdruck und Verbreitung gefunden hat. Mit dem offiziellen Montreal-Katalog
zur Expo'67 und der Briefmarkendauerserie hat die Selbstdarstellung
der Bundesrepublik nach außen wie innen ihre grafische Umsetzung
durch Otto Rohse erfahren.
Seine größte künstlerische Wirksamkeit hat Rose
jedoch als Typograph und Illustrator moderner Pressendrucke entfaltet.
Nach frühen Holzstichen (z.B. zu Böll "Das Brot der
frühen Jahre", für die Büchergilde Gutenberg
1959) begründete Rohse 1962 eine eigene Presse: die Otto Rohse
Presse in Hamburg. Griechische Lyrik, Andreas Gryphius, Goethe und
Kleist, Lasker-Schüler und Benn, Ansichten von Venedig, toskanische
Blumen, deutsche Städtebilde/und Landschaften und seit 1969
Sigill, Blätter für Buch und Kunst, erschienen in der
Otto Rohse Presse, zweifellos eine der bedeutendsten deutschen Pressen
in der zweiten Hälfte des 20. Jhs.
|
|
|
| |
|
·
18.2.2003 / Fas
· |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
| |
|
Vortrag über digitale Bibliotheken - auf Platt!
|
 |
|
 |
| |
|
Im Rahmen der Aktionswoche "Plattdütsk bi d' Arbeid"
findet am Dienstag, dem 15.10.02, um 19.30 Uhr in der Johannes a
Lasco Bibliothek Emden folgender Vortrag statt:
Gerold Hinrichs:
Digitale Bibliotheken - een Mögelkkeit, wu sük heel völ
Minschen irgendwo up de Eer Böker ankieken un viellicht ok
lesen könnt, de heel selten of heel old of all heel teddern
sünd
Für Gerold Hinrichs, Leiter der Abteilung ITK-Systeme der
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, sind die Arbeit
mit modernster Kommunikationstechnologie und die Verständigung
darüber in der ostfriesischen Muttersprache kein Problem. In
seinem Vortrag erläutert Hinrichs auf Platt den Aufbau und
die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten digitaler Bibliotheken.
Ein Beispiel ist die digitale Bibliothek von Albert Hardenberg,
ein gemeinsames Projekt mit der Johannes a Lasco Bibliothek. Doch
Hinrichs setzt keine Fachkenntnisse voraus, sondern nimmt das Publikum
mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt alter und kostbarer
Bücher, die bis vor kurzem nur wenigen Experten zugänglich
waren und heute über das Internet allen Interessierten offen
stehen. Über Beamer und Rechner werden zahlreiche seltene und
schöne Bücher gezeigt: Bücher aus diversen Ländern
Europas und aus einem Zeitraum, der vor dem Jahr 1000 beginnt und
mit 1600 enden soll.
Bitte kündigen Sie die Veranstaltung in Ihrem Organ an.
Darüber hinaus würden wir uns freuen, wenn Sie an dem
Vortrag teilnehmen und darüber berichten könnten.
|
|
|
| |
|
·
14.10.2002 / fas
· |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
| |
|
Buchkultur - Boekcultuur
|
 |
|
 |
| |
|
Bucheinbände des 15. und 16. Jahrhunderts in Groningen und
Ostfriesland
Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
26. September - 10. November 2002
Mitte des 16. Jahrhunderts kaufte der Abt des Benediktinerklosters
Rottum für 13 Emder Gulden eine fünfbändige Bibel
von dem Buchhändler und Buchbinder Florentius aus Groningen.
Erstaunlicherweise handelte es sich dabei um die kommentierte Ausgabe
von Konrad Pellikan - ein Buch, das auf dem Index der verbotenen
Bücher der katholischen Kirche stand! Waren die Mönche
in den Groninger Ommelanden in dieser Umbruchszeit etwa auch nicht
mehr „rechtgläubig“? Einträge in Büchern
geben Auskunft über Besitzer und Benutzer, über Hersteller
und Händler; aber auch die Einbände selbst sprechen manchmal
eine deutliche Sprache: Johannes Hus, Martin Luther, Johannes Calvin
oder Philipp Melanchthon werden in das Leder geprägt und signalisieren
eine protestantische Parteinahme.
Die gemeinsame Ausstellung der Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek
Große Kirche Emden und der Universiteitsbibliotheek Groningen
führt die Besucher mitten hinein in die Buchkultur der Reformationszeit.
Über 70 Bucheinbände des 15. und 16. Jahrhunderts, dazu
zeitgenössische Münzen, aber auch Werkzeug vermitteln
ein lebendiges Bild von der Kunstfertigkeit der Buchbinder im Raum
Groningens und Ostfrieslands und beleuchten gleichzeitig den historischen
Kontext, in dem diese Bücher entstanden.
Die Ausstellung und die sie begleitende Publikation bilden ein
Resumée langjähriger Studien von Dr. Jos. M. M. Hermans,
Professor für Handschriftenkunde und Buchwissenschaft an der
Rijksuniversiteit te Groningen. Ihm geht es nicht allein um eine
ästhetische Würdigung der Buchbinderkunst und um neue
Lokalisierungen, Zuschreibungen oder Gruppenbildungen, sondern auch
darum, Methoden der Einbandforschung aufzuzeigen, die die Buchkultur
des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit in der
deutsch-niederländischen Grenzregion und die Personen, die
mit ihr verbunden waren, lebendig machen.
Die Ausstellung wird im September und Oktober 2003 voraussichtlich
auch im Universitätsmuseum in Groningen zu sehen sein.
Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 26. September 2002,
um 19.30 Uhr statt. Professor Dr. Jos. M. M. Hermans führt
selbst in die Ausstellung ein.
Die Ausstellung wird unterstützt von der Gesellschaft der
Freunde der Johannes a Lasco Bibliothek, der Vereniging van Vrienden
van de Universiteitsbibliotheek te Groningen, der Sparkasse Emden,
der VGH und der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse.
Öffnungszeiten
Di -Fr 11 -18 Uhr,
Sa 11 -13.30 Uhr und 14.30 -17 Uhr,
So 14.30 -17 Uhr
Bitte beachten: Bei Veranstaltungen können die Öffnungszeiten
eingeschränkt sein.
Bestellungen für das Begleitheft (ca. € 6.- + Porto)
unter lasco@jalb.de
Gruppenführungen nach telefonischer Voranmeldung +49 (0)4921/9150-0
|
|
|
| |
|
·
14.10.2002 / fas
· |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
| |
|
Columbus, Cook & Co.
|
 |
|
 |
| |
|
Nautische Instrumente, Seekarten und Reisebeschreibungen aus fünf
Jahrhunderten
Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
8.August - 22. September 2002
Wie fand Columbus nach der Entdeckung Amerikas den Rückweg
nach Spanien? Welche Karten kannte Magellan vor seiner Weltumsegelung?
Wie navigierten die Schiffe der Ostindischen Handelskompanien? Mit
welchen Instrumenten konnte Cook die geographische Lage von Tahiti
ermitteln? Wie gelang Amundsen die Durchquerung der Nordwestpassage?
Die Geschichte der großen Entdeckungen ist zugleich eine
Geschichte der Seefahrt. Seit dem 15. Jahrhundert erlebte die Kunst
der Navigation einen enormen Aufschwung. Zahlreiche nautische Instrumente
wurden erfunden oder verbessert. Die Entdeckungen des 16. Jahrhunderts
ließen ein neues Weltbild entstehen, das sich auf Land- und
Seekarten niederschlug. Mit neuen astronomischen Tabellen, genaueren
Karten und Instrumenten ausgestattet, kontrollierten die Schiffe
der großen Handelskompanien im 17. Jahrhundert die Seewege
nach Ostasien. Expeditionen wurden im 18. und 19. Jahrhundert in
die Südsee und die Polarmeere entsandt, um die letzten weißen
Flecken auf der Weltkarte zu tilgen.
Die Ausstellung "Columbus, Cook & Co." beleuchtet
diese Zusammenhänge zwischen der Entdeckung und Erforschung
unseres Globus und der Erkundung der Weltmeere. Gezeigt werden über
einhundert Exponate, darunter allein 47 historische nautische Instrumente
und zahlreiche Seekarten aus Privatbesitz. Alte Seehandbücher,
Atlanten und Reisebeschreibungen aus den Sammlungen der Johannes
a Lasco Bibliothek machen die Besucher mit den Fahrten berühmter
Entdecker, aber auch einfacher Seeleute bekannt. Informationstafeln
erläutern anschaulich die Orientierung auf See in früheren
Zeiten und führen in die geschichtlichen Hintergründe
ein. Ein reich bebilderter Katalog
(15 €) lädt zur vertiefenden Lektüre ein, und auch
für die Unterhaltung der kleinen Besucher ist gesorgt.
Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 8. August 2002, um 19.30
Uhr durch Dr. Pieter van der Krogt, Utrecht, eröffnet
Öffnungszeiten
Di - Fr 11 - 18 Uhr, Sa 11 - 13.30 Uhr und 14.30 - 17 Uhr, So 14.30
- 17 Uhr
Montag sowie am 12./13.9. und 19./20.9. geschlossen.
Gruppenführungen nach telefonischer Voranmeldung +49 (0)4921/9150-0
» Einladung
» Katalog
|
|
|
| |
|
·
08.08..2002 / imm
· |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
| |
|
Philipp Melanchthon - Briefe für Europa
|
 |
|
 |
| |
|
Ausstellung 14.2. - 1.4.2002
in der Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Mehr als 9500 Briefe entstammen der Feder Philipp Melanchthons.
Mit seinen Briefen, seinen Schriften, privaten Kontakten und durch
seine Schüler bemühte sich der große Humanist und
Reformator in ganz Europa um Veränderungen in Kirche, Schule
und Gesellschaft. Viele seiner Reformen - vor allem im Bildungsbereich
- sind noch heute erkennbar. Europa hat ein gemeinsames Erbe, das
in Philipp Melanchthon wiederentdeckt werden kann.
1530 verfaßte Philipp Melanchthon die "Confessio Augustana",
die bis heute wirksame Bekenntnisschrift, in der er die Grundsätze
des evangelischen Glaubens formulierte. Der enge Freund Martin Luthers
bemühte sich um die Verständigung zwischen den sich herausbildenden
protestantischen Konfessionen und suchte den Bruch mit der römischen
Kirche zu vermeiden. So wird Melanchthon heute auch als ein Vater
der ökumenischen Bewegung verstanden.
Die Internationale Wanderausstellung "Philipp Melanchthon
- Briefe für Europa" lädt die Besucher ein, den Humanisten
und Reformator auf eine etwas andere Art zu entdecken. Im Mittelpunkt
jeder Station steht ein überdimensionaler Nachbau eines Melanchthonbriefes.
Mit jeder Station öffnet er sich ein Stück weiter und
zeigt einen neuen Wirkungsbereich Melanchthons, jeweils am Beispiel
eines europäischen Landes. Filmclips, Kostümfiguren und
Hörbeispiele ergänzen die abwechslungsreiche Schau.
Das Melanchthonhaus Bretten erarbeitete diese Ausstellung 1997
zum 500. Geburtstag Philipp Melanchthons mit Unterstützung
des Landes Baden-Württemberg. Sie wurde seitdem an zahlreichen
Orten in Europa gezeigt. In Ostfriesland laden die Stiftung Johannes
a Lasco Bibliothek Emden und die Evangelisch-reformierte Kirche
gemeinsam zur Begegnung mit Philipp Melanchthon und seinem europäischen
Erbe ein.
Zur Ausstellung ist ein Katalog zum Preis von € 10.- erschienen.
Öffnungszeiten
Di - Fr 11 - 18 Uhr, Sa 11 - 13.30 Uhr und 14.30 - 17 Uhr, So und
Feiertag 14.30 - 17 Uhr
Montag sowie am 21., 27. und 29. März geschlossen.
Gruppenführungen nach telefonischer Voranmeldung 0049 (0)4921/9150-0
Adresse
Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Große Kirche Emden
Kirchstr. 22, 26721 Emden
Tel. 0049 (0)4921/9150-0, Fax 0049 (0)4921/9150-50
Email lasco@jalb.de, Internet
http://www.jalb.de
>> mehr
|
|
|
| |
|
·
13.02.2002 / fas
· |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|